Martin Luther King Ausstellung 2018

Über 300 Schüler erleben Martin Luther King

In der Zeit vom 21. bis 29.04.2018 fand in der Immanuelskirche an der Hermannshöhe die Ausstellung „I have a dream“ anlässlich des 50. Todestags von Martin Luther King statt. Über 300 Schülerinnen und Schüler haben die Ausstellung besucht, in der sie sich mit Hilfe von Kreativstationen und einer App interaktiv mit Martin Luther King und seinem Einsatz für Freiheit und Gerechtigkeit auseinandersetzen konnten. Ein Schwerpunkt der Ausstellung war der Besuch Kings in West- und Ost-Berlin 1964 und dessen Auswirkungen auf die Bürgerrechtsbewegung in der DDR. „Ich fand vor allem die Verbindung zwischen Martin Luther King und dem geteilten Berlin sehr interessant“, meint Finja (14), die mit ihrer Klasse die Ausstellung besucht hat.

Markus Meckel, DDR-Bürgerrechtler und letzter Außenminister der DDR, eröffnete die Ausstellung am 21. April. Er hat als Jugendlicher Martin Luther King bei seiner Predigt in Ost-Berlin erlebt. Im Nachhinein sei ihm besonders diese Aussage Kings wichtig geworden: „Letzten Endes gibt es kein Ost und West, kein Nord und kein Süd, denn wir sind alle Brüder und Schwestern in unserem Herrn Jesus Christus.“ Dies habe ihn motiviert, sich für Freiheit und Demokratie einzusetzen.

Ihren Abschluss fand die Ausstellung am Sonntag, den 29. April mit einem bewegenden Gospelgottesdienst.

Text: Bettina Wendland                        Fotos: Alireza Razmposh

Allianz-Gottesdienst 14.01.2018

Zum Beginn der evangelischen Allianz-Woche platzt die Immanuelskirche aus allen Nähten. Das Umdenken zu Gunsten junger Menschen zahlt sich aus. Der Gottesdienst im riesigen Saal der Immanuels-Kirche hat schon begonnen, da schleppen fleißige Mitglieder der gastgebenden Baptisten-Gemeinde noch immer Stuhl um Stuhl herbei. Jeder der Besucher soll einen Sitzplatz erhalten, wenn die Allianz-Woche der freien evangelischen Christen mit einem zentralen Familiengottesdienst eröffnet wird. Rund 400 Gläubige dürfen es sein, die am Sonntag ins Gotteshaus an der Herrmannshöhe gekommen sind. Was den Trend der letzten Jahre bestätigt: Die freien Gemeinden erleben einen Boom. „Das ist total ermutigend“, findet Gunnar Bremer, neuer Pfarrer der gastgebenden Gemeinde. „Und so schön bunt. Toll, wenn die Hütte voll ist.“ Der Meinung ist auch Kollege Tim Linder von der freien evangelischen Gemeinde Ost. „Wir werden immer mehr“, freut er sich. Vor etwa 15 Jahren habe man eine kleine Krise gehabt, da habe das Gemeindeleben fast nur aus älteren Menschen bestanden. „Daraufhin haben wir umgedacht, um auch die jungen Menschen anzusprechen, etwa mit einem extra Kinder-Angebot und mit vielen kreativen Elementen in unseren sehr unterschiedlichen Veranstaltungen.“

Text: Gernot Noelle - WAZ 14.01.2018  Bilder: Arvid Kanowski

 
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