Waldemar KohlsNach kurzer, schwerer Krankheit ist unser lieber Bruder Waldemar Kohls am 14. September 2010, im Alter von 77 Jahren, für uns alle überraschend heimgegangen.

Als Jugendlicher erlebte Walde Kohls den Einzug der russischen Armee in Ostpreußen. Damals verlor er seine Mutter. Sein Vater war seit 1935 immer wieder im KZ, da er als Zeuge Jehovas den Kriegsdienst verweigert hatte. Er starb 1945 im KZ Bergen Belsen.

Waldemar Kohls ist nach dem Krieg in Ostpreußen geblieben. Dort kam er zur Gemeinde, dort wurde er 1953 getauft. In Ostpreußen lernte er auch seine Frau kennnen. 1954 haben beide dort geheiratet. 1956 ist die Familie dann nach Deutschland übersiedelt und zu uns in die Immanuelskirche gekommen.

Durch seine persönlichen Erfahrungen mit den Leiden des Krieges war W. Kohls sehr sensibel im Umgang mit Menschen, die durch Deutsche Unrecht und Verfolgung erlebt hatten.

Seine Arbeit in Bobruisk war deshalb auch ein wichtiger Versöhnungsdienst, den er leistete. Seit 1993 fuhr Waldemar Kohls, im Rahmen der Bobruisk Hilfe der Bochumer Baptisten, nach Weißrussland. Die Gemeinde dort reagierte sehr getroffen auf seinen Tod und übermittelt der ganzen Familie Kohls und uns als Gemeinde ihre Anteilnahme.

Auf der Trauerfeier und der anschließenden Nachfeier wurde durch viele Redebeiträge deutlich, dass Waldemar ein Original Gottes unter uns war. Viele Menschen erinnerten sich dankbar an Begegnungen mit ihm.