Bobrujsk: Uns wurde geholfen!

In unseren Aufrufen in den Gemeindebriefen heißt es immer: „Helft uns helfen“. Nachdem wir in der Nacht von Dienstag (10.05.) auf Mittwoch wohlbehalten und erschöpft von unserem 33. Hilfsgütertransport nach Weißrussland zurückgekehrt sind, können wir nur sagen: „Uns wurde geholfen!“.

Wir danken unserem Gott für alle Bewahrung, Kraft und Hilfe, die wir erfahren haben. Dazu nur ein Beispiel: Am Donnerstag waren wir beim Zoll. Als wir dort den Zöllner trafen und freundlich begrüßten, der uns bei den beiden letzten Transporten wohlwollend kontrolliert hatte, sagte er uns, dass er heute nicht mitkommen könnte, da er eine andere Aufgabe habe. Die Kontrolle der Zollpapiere gestaltete sich jedoch so schwierig, dass wir erst am nächsten Tag unsere Fahrzeuge entladen konnten. Jetzt konnten auch der vertraute Zöllner und eine Frau dabei sein. Der neue Leiter der Zollstelle hatte angeordnet, dass alles genau gewogen und gezählt werden sollte. Für uns ist es aber praktisch gar nicht möglich, alles so genau anzugeben. Die beiden beauftragten Zöllner waren aber so wohlwollend, dass sie ohne kleinliche Nachprüfung unsere Angaben bestätigten. Die Zöllnerin hat durch die Zollkontrollen die Gemeinde kennen gelernt und war schon mehrfach im Gottesdienst.

Wir danken allen, die für uns gebetet haben und die Sachen und Geld gespendet haben, dass dieser Transport erst möglich wurde. Obwohl wir diesmal alles große Fahrzeuge hatten, haben wir einen kleinen Rest an Windeln und Kleidung hier lassen müssen und können es erst beim nächsten Mal mitnehmen. 310 große Säcke an Kleidung, 40 Säcke Schuhe, 200 Kartons Windeln und 30 Fahrräder konnten wir laden. Dabei wurde uns auch von einigen jungen Männern der Immanuelskirche geholfen, die beim Beladen der Fahrzeuge kräftig mit angepackt haben. Beim Besuch eines kleineren privaten Altenheimes konnten wir sehen, wie dringend die Windeln gebraucht werden.

Nach der Sommerpause werden wir den Termin für den nächsten Hilfsgütertransport und die einzelnen Sammeltermine bekannt geben.

Liebe Geschwister!

Vielen herzlichen Dank Euch für Eure Hilfe! Sie ist sehr nötig für viele Menschen in unserer schwierigen Zeit. Es wurde nicht nur Menschen aus unserer Gemeinde und Bobrujsk geholfen, sondern auch aus anderen Städten – Bychow, Swetlogorsk, Slawgorod.

Die Menschen waren sehr glücklich und dankten dem Herrn und Euch von ganzem Herzen! Geschwister aus unserer Gemeinde besuchten ein Altersheim im Dorf Krasnoe. Sie haben da ein schönes Programm mit Liedern und Zeugnissen gemacht, brachten auch Bettunterlagen und Pampers mit, die da sehr nötig sind. Die vielen Fahrräder konnten wir für die Jugendarbeit gebrauchen. Es wurde mit der Jugend mehrtägige Fahrradtouren gemacht.

Der Herr segne Euch reichlich, liebe Geschwister! Wir beten für Euch und warten auf Euch mit dem nächsten Besuch!

Mit liebem Gruss Viktor

Bobrujsk, November 2012

altalt

Wer seinen Schöpfer ehren will, der erbarmt sich über den Armen. Sprüche 14, 31b (nach Schlachter)

1993 kamen zum ersten Mal 40 „Tschernobylkinder“ aus Weißrussland zu einem 4-wöchigen Erholungsaufenthalt in Familien unserer Bochumer Gemeinden. Diese Kinder luden uns ein, sie doch einmal bei sich zuhause in Bobrujsk zu besuchen. Werner Schneider und Waldemar Kohls fuhren daraufhin im Herbst mit einer Delegation zu einem Gegenbesuch nach Bobruisk. Das war der Beginn einer inzwischen 20-jährigen engen und vertrauensvollen Freundschaft mit unseren Geschwistern.
Mehrfach haben wir auch noch strahlengeschädigte Kinder zu einem Erholungsaufenthalt eingeladen, bis sich leider zu wenig Gastfamilien fanden.
Seit dieser Zeit sind wir schon 36 mal mit einem Hilfsgütertransport dort gewesen, in der Hauptsache mit gut erhaltener Kleidung und Schuhen, Windeln für alte und behinderte Menschen und gebrauchten Fahrrädern.
Das Alles war nur möglich, weil viele Geschwister dafür in großer Treue gespendet haben. Danke! Mehrere unserer Fahrer  begeben sich regelmäßig auf die 1750 km lange Reise. Wer einmal in Bobrujsk war, hat ganz schnell sein „Herz dort verloren“, wenn er die Liebe und Gastfreundschaft erlebt und an den lebendig und abwechslungsreich gestalteten Gottesdiensten teilnimmt, die vor allen Dingen von jüngeren Geschwistern durch Zeugnisse, Bibelauslegung, Gedichte und unterschiedliche musikalische Beiträge bereichert werden.
Wir freuen uns über die vielen frohen Kinder in der Sonntagschule für die wir Geld mitnehmen, damit die Gemeinde sie mit vitaminreichem Obst versorgen kann. Das missionarische und soziale Engagement der Gemeinde in den Dörfern um Bobrujsk, im Altenheim, in einem Waisenhaus, bei behinderten Menschen und bei kinderreichen Familien ist bewundernswert.
Vor einigen Jahren haben wir gehofft, dass sich das Land einmal wirtschaftlich so erholen würde, dass unsere Hilfe nicht mehr nötig sei. Leider herrscht zur Zeit eine starke Inflation, die die Preise viel stärker steigen lässt als die Löhne, wodurch die Not noch vergrößert wird.

Bitte helft uns helfen!  Wir sind im Augenblick finanziell leider nicht in der Lage, den für den 29.4. – 7.5.2013 geplanten Hilfsgütertransport vollständig durchzuführen.

Wir benötigen dringend Geld für die Transportkosten und für die Unterstützung der Gemeinde, damit sie das Obst für die Kinder einkaufen kann. Wir hoffen auf eure Hilfe!

Überweist eure Spenden bitte auf das

Konto: 1327543 der Immanuelskirche Bochum

bei der Sparkasse Bochum

BLZ 43050001 mit dem Vermerk „Bobruisk“.