Unsere Orgel

Unsere Orgel – 1977 erbaut von der Orgelbaufirma Muhleisen in Strasbourg - dient in erster Linie der Begleitung des Gemeindegesangs, darüber hinaus ist sie aber auch solistisch in Präludien und Postludien zu hören, also die musikalischen Stücke, die zu Beginn und am Ende des Gottesdienstes gespielt werden und das gottesdienstliche Geschehen umrahmen. Aber auch bei Chorwerken, die vom gemischten Chor gemeinsam mit unserem gemeindeeigenen „Orchester“, dem Instrumentalkreis, dargeboten werden, ist die Orgel unverzichtbares Begleitinstrument.

Darüber hinaus war sie in der Vergangenheit schon mehrfach bei Konzerten im Rahmen der jährlich stattfindenden Bochumer Orgeltage zu hören. Der Organistendienst wird von zwei - ehrenamtlich tätigen - Organisten verrichtet: Armin Salin und Gerhard von der Beck. Der musikalische Schwerpunkt unserer Arbeit liegt dabei auf der Orgelmusik des Barock. Dies nicht zuletzt auch deshalb, weil die Disposition der Orgel, also die Register und ihre Klangfarben, der Darstellung dieser Musik besonders entgegenkommen. Beispielhaft seien hier die Komponisten Bach, Händel und Telemann genannt. Was aber nicht ausschließt, dass gelegentlich auch Werke von Komponisten der Romantik (z. B. Mendelssohn und Reger) zu Gehör kommen. Eine Besonderheit unserer Orgel sind die horizontal angeordneten sogenannten spanischen Trompeten (frz.: trompette en chamade, daher auch als „Chamaden“ bezeichnet, s. Bild), die es erlauben, manche Stücke, besonders der englischen Orgelliteratur, angemessen und feierlich zu gestalten.

Es macht großen Spaß, dieses Instrument zu spielen, das aufgrund seiner französischen Intonation fast eine Seltenheit ist im Vergleich zu den vielen Orgeln, deren Disposition und Klangcharakteristik vielfach vom norddeutschen Klangbild geprägt ist. Auch die leicht ungleich schwebende Stimmung unserer Orgel, durch die die am häufigsten verwendeten Tonarten extrem sauber klingen, trägt zur Spielfreude bei, die ein Gastorganist mal so beschrieben hat: „Diese Orgel macht süchtig.“